Donnerstag, 17. August 2017

Ordination

Klostergasse 1a, 3100 St. Pölten
Tel.: +43 (0) 2742 35 18 18
Fax: +43 (0) 2742 35 18 18 4
Mobil: +43 (0) 676 340 54 43
E-Mail: j.lahodny@a1.net

Ordinationszeiten

Mo 08:00 - 18:00 Uhr
Mi 08:00 - 18:00 Uhr
Do 08:00 - 18:00 Uhr
Fr 08:00 - 16:00 Uhr

Operative Krebsbehandlung

Darin besteht meine zweite Schwerpunkttätigkeit.
Während meiner 34-jährigen Primararzttätigkeit habe ich bis 2004 alle gynäkologischen Krebsoperationen selbst durchgeführt. Dabei wurden die Operationstechniken bei Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkörperkrebs und Eierstockkrebs verbessert. Das hatte zur Folge, dass bei den von mir in St.Pölten operierten Eierstockkrebspatientinnen je nach Tumorstadium um 16-20% weniger gestorben sind als in den übrigen österreichischen Kliniken.

Diese Zahlen stammen vom Institut für klinische Epidemiologie der Universität Innsbruck, erstellt für Patientinnen die wegen Eierstockkrebs in den Jahren 1999-2004 operiert wurden. Bei Eierstockkrebs überlebten in St.Pölten je nach Tumorstadium 56-60% der operierten Patientinnen, in den übrigen österreichischen Kliniken nur etwas über 40%.
Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Sehr große operative Erfahrung und fundierte gynäkoanatomische Kenntnisse.

2. Ableitung von Tumorzellen und tumorzellhaltiger Gewebsflüssigkeit während der 4-wöchigen stationären postoperativen Phase.

Sobald ein bösartiger Tumor Anschluß an das Blut- und Lymphgefäßsystem gefunden hat, kreisen Tumorzellen im Blut und der Lymphflüssigkeit der Patienten. Bei Operationen in fortgeschrittenen Krebsstadien befindet sich sehr viel Tumorgewebe im Operationsgebiet und in der Lymphflüssigkeit. Aus dem Operationsgebiet werden Tumorzellen massenhaft in das Lymphsystem abtransportiert.

Durch Verschluss des hinteren Bauchfelles wird die Tumorhöhle durch das verschlossene Bauchfell von der Bauchhöhle getrennt. Aus der Tumorhöhle, also dem Operationsgebiet wurden nur in meiner Klinik Tumorzellen und Lymphflüssigkeit 4 Wochen abgesaugt.

Während der vierwöchigen Drainage entleerten sich 16-20 Liter tumorzellhaltiger Lymphflüssigkeit. Dadurch wurden die im Lymphsystem zirkulierenden Tumorzellen aus dem Körper geleitet und damit die Menge der kreisenden Tumorzellen im Körper sehr stark verringert.

Das ist einer der Hauptgründe weshalb an der gynäkologischen Abteilung in St.Pölten weniger Frauen starben.

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An allen anderen Kliniken wurde das hintere Bauchfell nicht verschlossen und die Lymphflüssigkeit nicht abgeleitet, sodass Tumorzellen und Lymphflüssigkeit mit Tumorzellen aus dem Operationsgebiet in die freie Bauchhöhle gelangten. Dort wurden sie vom Bauchfell aufgenommen und gelangten wieder in den Kreislauf. Da in allen anderen Kliniken nur eine Scheidendrainage für wenige Tage erfolgte, wurden kaum Tumorzellen aus dem Körper entfernt. Die massenhaft zirkulierenden Tumorzellen führten häufiger zu Metastasenbildung.
Dies erklärt die höhere Todesrate an allen anderen Abteilungen.

Ich habe durch Jahre Krebskongresse in Deutschland und Italien geleitet und dort meine Krebsoperationstechniken demonstriert.
2004 wurde ich zum Ehrenmitglied der italienischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ernannt.

Insgesamt wurden von mir bis jetzt über 1600 große Krebsoperationen durchgeführt, eine Zahl die in Europa kaum jemand aufweisen kann. Vielen amerikanischen Gynäkologen habe ich am Gerichtsmedizinischen Institut der Universität Wien die Krebschirurgie gelehrt.

Auf Grund meines großen gynäkoanatomischen Wissens und meines krebschirurgischen Könnens werde ich als sehr guter Krebsoperateur bezeichnet. Eine 10-jährige Vorlesungstätigkeit an der Universität Wien betraf urogynäkologische Anatomie und urogynäkologische Operationstechniken sowie onkogynäkologische Anatomie und Krebsoperationen.

Alles Angeführte ist bei Kollegen auf Richtigkeit hinterfragbar.

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