Dienstag, 24. Oktober 2017

Ordination

Klostergasse 1a, 3100 St. Pölten
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Ordinationszeiten

Mo 08:00 - 18:00 Uhr
Mi 08:00 - 18:00 Uhr
Do 08:00 - 18:00 Uhr
Fr 08:00 - 16:00 Uhr

Operative Senkungs- und Harnverlustbehandlung

Darin besteht meine erste Schwerpunkttätigkeit. Seit 1.1.2009 operiere ich im Evangelischen Krankenhaus. Das Krankenhaus ist mit den modernsten und besten Instrumenten und Geräten ausgestattet. Es werden alle Eingriffe von der Curettage bis zu großen Krebsoperationen durchgeführt. Das Krankenhaus besitzt eine höchstkarätige über Wien hinaus bekannte optimale, chirurgische, intensivmedizinische und interne Abteilung.

Von mir wurden 5 Operationsmethoden erfunden: 3 zur Behandlung von Inkontinenz (Harnverlust), 1 zur Behandlung von Deszensus- (Senkungs) beschwerden und 1 zur Sanierung von Prolaps- (Vorfall) erkrankungen. Ihre Durchführung verlangt besondere urogynäkochirurgische Erfahrung. Die Ergebnisse sind exzellent mit nur wenigen Rezidiven.

Über 10 000 Senkungs- und Harnverlustoperationen wurden von mir durchgeführt. Meine Operationsmethoden habe ich in vielen Kliniken Europas und Amerikas voroperiert und weitergegeben.

Nach Aussagen vieler Gynäkologen zähle ich zu den erfahrensten Beckenbodenchirurgen. Von mir wurde das Lehrbuch „Vaginale Inkontinenz und Descensuschirurgie“ verfasst. Es dient den chirurgisch tätigen Gynäkologen als Basislehrbuch.

Meine Operationstechniken gepaart mit meiner großen operativen Erfahrung bringen bei allen Patientinnen laufend sehr gute Ergebnisse mit dauerhaftem Erfolg. Bei anderorts durchgeführten Senkungs- und Harnverlustoperationsmethoden treten nach ein bis zwei Jahren bei 56 Prozent der Patientinnen neuerliche Scheidensenkung und neuerlicher Harnverlust auf.

Operative Harnverlustbehandlung und Senkungsbehandlung

Die Operationsergebnisse an meiner ersten Arbeitsstätte an der Gynäkologischen Abteilung in St.Pölten bis 1975 wurden von den niedergelassenen Frauenärzten als insuffizient bezeichnet da nach ein bis spätestens zwei Jahren in 56% neuerlich Harnverlust und Scheidensenkung auftraten.

Auch an allen anderen gynäkologischen Abteilungen wurden auf Grund der gleichen Operationstechnik die gleichen schlechten Resultate erzielt. Es wurde lediglich das blasenumgebende Bindegewebe gerafft und die Scheidenhaut darunter vernäht.

Lockeres Bindegewebe und Scheidenhaut sind sehr leicht dehnbar. Obwohl den Patientinnen monatelange Schonung aufgetragen wurde, kam es trotzdem nach kurzer Zeit zum Rezidiv.

Das war der Grund weshalb ich an meiner ersten Primararztstelle 1976 sofort nach Verbesserungen suchte, um nicht die selbe schlecht Nachrede zu erfahren. Von Mai 1976 an begann ich in Zusammenarbeit mit dem Direktor des Anatomischen Institutes der Universität Wien Prof. Giesel neue Operationsmethoden zu entwickeln um die bisher vorliegende hohe Versagerrate zu verringern.

Zunächst wurde bis 1980 eine Operationsmethode zur Therapie des Harnverlustes und der Scheidensenkung entwickelt. Das Erfolgskonzept war die Wiederherstellung der ursprünglichen anatomischen Verhältnisse. Zur Harnverlustbehandlung brachte ich den Blasenhals in seine ursprüngliche Höhe wie vorher im gesunden Zustand. Das erfordert genaue Kenntnisse der Anatomie, präzise Operationstechnik und chirurgisches Geschick.

Um den Blasenhals in seiner richtigen Position auch bei körperlicher Belastung auf Dauer zu halten musste eine muskuläre Stütze eingefügt werden. Dies gelang durch die bis zu dieser Zeit für unmöglich gehaltene Rekonstruktion der geburtsbedingt geschädigten Beckenbodenmuskulatur. Die anantomischen Voraussetzungen und die dazu notwendige Operationstechnik wurde von mir entwickelt um für die allgemeine Anwendung und Nachahmung aufbereitet.

Mit der von mir erfundenen Kurzarmschlingenplastik und ventralen Levatorplastik wurden Harnverlust und Scheidensenkung in den allermeisten Fällen auf Dauer geheilt. Auch nach Jahrzehnten traten bei den nach meiner Methode operierten Patientinnen nur selten Versager auf.

Der Krankenhausaufenthalt für diese Operation dauert 7-8 Tage. Der Katheder bleibt 5-6 Tage. Der Eingriff wird durch die Scheide vorgenommen.

Es gibt drei Möglichkeiten den Harnverlust zu beheben:

1. Anhebung des Blasenhalses in seine ursprüngliche Position durch Kurzarmschlingenplastik, wobei eine horizontale kontraktionsfähige Blasenbasisplatte entsteht, die den Blasenhals verschließt.

2. Auslösung des urethrovesikalen Reflexes durch UST. Der von mir entdeckte urethroversikale Reflex verschließt den Blasenhals und erschlafft die übrige Blasenmuskulatur.

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Bei der von mir entwickelten UST-Operationstechnik wird lediglich ein 1,5 x 2,6cm Netzchen auf die hintere Harnröhrenoberfäche genäht. Dies erfordert nur einen 2cm langen Schnitt an der vorderen Scheidenwand, wodurch das Netzchen ohne seitliche Gewebszerstörung angenäht werden kann. UST besitzt eine Erfolgsrate von fast 90%. Es treten keine Komplikationen und keine Blasenfunktionsstörungen auf, im Gegensatz zu den anderorts angebotenen bis zu 35cm langen spannungsfreien Kunststoffschlingen.

UST ist ein minimal invasives Vorgehen und auch bei alten und herzkranken Patientinnen durchführbar mit einem Krankenhausaufenthalt von 2 Tagen. Der Katheter verbleibt für 24 Stunden. Ein bis zwei Wochen körperliche Schonung sind erforderlich.

3. Der urethrovesikale Reflex kann auch durch SUD (suburethrales Depot) ausgelöst werden. Dies erfolgt durch Injektion eines 2x erbsgroßen nicht resorbierbaren Materials unter die hintere Harnröhrenoberfläche.

Bei Scheidenvorfall kommt die von mir modifizierte Vaginae fixatio sacrotuberalis vaginalis (Anheftung des oberen Scheidenendes an die Kreuzbeinbänder) zur Anwendung. Sie ist eine wesentlich schonendere und erfolgreichere Therapie als die derzeit vielerorts eingenähten großflächigen Kunststoffnetze. Diese sollten die vordere und hintere Scheidenwand abdecken und festigen. Die Versagerrate beträgt über 50%. Ich wende die von mir ausgearbeitete Vaginae fixatio seit 25 Jahren mit besten Erfolg an. Versagerrate liegt bei 3-4%.

Diese Oparationsmethoden sind in zahlreichen Kliniken in Österreich, in Deutschland, in Italien und in Amerika Standardoperationen und erfordern sehr gute Anatomiekenntnisse und operatives Geschick. Ich habe bis jetzt fast 11 000 Harnverlust- und Senkungsoperationen durchgeführt.

Die neue Blasenanatomie, Erklärung der Blasenfunktion, diagnostische Maßnahmen und die Standardoperationstechniken sind in meinem Lehrbuch „Vaginale Inkontinenz- und Deszensuschirurgie“ genau abgehandelt.

Auf Grund der optimalen Dauererfolge und fast fehlenden Komplikationen sind Kurzarmschlingenplastik, Ventrale Levatorplastik, Vaginae fixatio, UST und SUD als die Operationstechniken der Zukunft zu werten.

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